Sonntag, 6. März 2016

Vegan for fit - die ersten 2 Wochen

Eigentlich war meine Fastenzeit "nur" vegetarisch geplant. Irgendwie überkam es mich dann aber und ich habe mich dazu entschieden "Vegan for fit" auszuprobieren. Als Einstieg und um Vegan einfach mal auszuprobieren. Also 30 Tage lang keine tierischen Produkte, kein Zucker und kein Weißmehl.


Meine Erfahrungen aus Woche 1 und 2:

Was ich schon vorher oft gelesen habe, hat sich relativ schnell bestätigt. Attila's Rezepte kosten Zeit und sind vorbereitungsintensiv. Deswegen hab ich ziemlich schnell angefangen "freestyle" zu kochen. Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich gar nicht so umstellen muss, auch vorher waren meine alltäglichen Gerichte schon oft ganz unbeabsichtigt vegan.


Vegan ist teuer. Aber nicht pauschal. Mein erster Einkauf mit so ein paar Basics, die Attila auch auf seiner Homepage angibt, ging ganz schön ins Geld. Mandelmus, Milchersatz, Vollkornmehl/reis, Quinoa und Agavendicksaft sind im ersten Moment teurer als die "tierischen" Äquivalente. Wenn man das aber alles mal zuhause hat, kauft man oft nur noch Gemüse dazu. Und Planung ist alles. So kann man auch große Packungen von Gemüse u.ä. kaufen und sie im Laufe der Woche sinnvoll verwenden. Am Ende der Woche ist veganes Essen dann tatsächlich nicht teurer.


Essen gehen ist eine Herausforderung. Aber mittlerweile bieten doch erstaunlich viele Restaurants vegane Gerichte an. Auf dem Land komm ich da trotzdem oft an Grenzen. In so einem Traditions-Wirtshaus gibt es ohne Fleisch schon kaum ein "richtiges" Essen (außer man isst einfach nur Beilagen), vegan bleibt einem da oft nur der Salat mit Essig und Öl.
Einladungen bei Bekannten/Freunden sind auch so eine Sache für sich. Man muss für sich persönlich entscheiden, ob man vorher sagen möchte dass man vegan isst und um etwas "extra" Zubereitetes bittet oder ob man es riskiert und auch hier nur Salat essen kann.

bisher mein Lieblings-Rezept - die Linsenbolognese
Vegan essen bietet immer Gesprächsstoff. Allein die Erwähnung, dass man jetzt vegan isst (und sei es auch nur zeitlich begrenzt) leitet das Gespräch immer in Richtung Ernährung und was da eigentlich mit unserem Essen alles passiert. Das kann dann schnell in die positive oder in die (sehr) negative Richtung gehen ("Wegen eurer Sojawürste wird der ganze Regenwald abgeholzt" - ja, danke für diesen Hinweis...). Dabei möchte ich niemanden missionieren, jeder kann so essen wie er möchte und ich möchte halt aktuell vegan essen. Trotzdem fühlen sich erstaunlich viele Menschen schnell dadurch angegriffen, dass man dezent darauf hinweist, dass man gerade vegan isst.

Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich in den letzten zwei Wochen sehr gut gegessen habe. In der ersten Woche hatte ich das Gefühl dass sich mein Körper erstmal auf das vegane Essen einstellen muss, aber seitdem geht es mir sehr gut.
Den von vielen beschriebenen Wachheits-Kick kann ich bei mir bis jetzt noch nicht feststellen, ich hab eher das Gefühl, dass ich viel mehr schlafe als vorher (ich bin jetzt schon 3 Mal vor dem Fernseher eingeschlafen - das passiert mir sonst wirkliche NIE).
In der ersten Woche war ich auch noch sehr konsequent was Zucker und Weißmehl angeht, in der zweiten Woche hab ich das aber dank des Frauenleidens nicht mehr so gut hingekriegt. Das soll diese Woche auch wieder besser werden.

Veganes Sandwich "Hawaii" mit Ananas und Räuchertofu -
auch in der Kleinstadt gibt es ein veganes Restaurant :)

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